Was können Mütter und Väter tun?

Tipps zur Prävention vor sexuellem Missbrauch!!! BITTE LESEN UND TEILEN!!!

 

Erziehung allgemein

  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass sein Körper ganz alleine ihm/ihr gehört und dass es ein Recht hat, darüber zu bestimmen, wer es wann und wie anfasst. Auch Worte und Blicke können komisch, unangenehm und verletzend sein.
  • Eltern sollten ihr Kind dazu erziehen, auf sich selbst zu hören und ihm klar machen: „Du darfst Nein sagen!“ – auch einem Erwachsenen gegenüber.
  • Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrem Kind täglich über seine Erlebnisse und Sorgen zu sprechen. Vermitteln Sie Ihrem Kind immer wieder, dass es Ihnen alles erzählen kann.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt und dass es schlechte Geheimnisse mit Ihnen – den Eltern oder einer anderen Bezugspersonen – teilen darf.
  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass es ein Recht auf Hilfe hat, wenn ihm etwas komisch oder seltsam vorkommt.
  • Eine offene Sexualerziehung schon in der Grundschule ist ein Grundstein dafür, dass ein Kind einschätzen kann, was gute und schlechte Berührungen sind. Übergriffige Pädophile können unwissenden Kindern gegenüber ihr Verhalten als „normal“ erklären.
  • Machen Sie klar, dass von sexueller Gewalt betroffene Kinder keine Schuld daran haben.
  • Helfen Sie Ihrem Kind dabei, auf seine Gefühle zu achten und sich von anderen nicht davon abbringen zu lassen.

 

Unterwegs

  • Sprechen Sie klar mit Ihrem Kind, dass es nicht ohne ihre Genehmigung zu jemandem ins Auto steigen soll und niemanden ohne Ihre Erlaubnis in die Wohnung lassen soll. Sprechen Sie bewusst von „jemand“ und nicht von einem „Fremden“. Die Täter sind meist keine Fremden, sondern Bekannte.
  • Schicken Sie Ihr Kind nicht alleine zur Schule oder zum Spielplatz, sondern gemeinsam mit anderen Kindern.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind den Schulweg und die nähere Umgebung, in dem sich das Kind bewegt, ab und schaffen Sie „Rettungsinseln“: z.B. ein Geschäft, das dem Kind vertraut ist und an deren Verkäufer es sich wenden kann, wenn ihm etwas zustößt oder ein Haus, wo es klingeln kann.
  • Ziehen Sie Ihrem Kind keine Kleidung an, auf dem groß sein Name steht. Auch auf dem Schulranzen oder dem Rucksack sollte nicht der Name prangen. Das schafft möglichen Tätern einen leichten Einstieg in ein Gespräch.

 

Kontakt mit anderen Erwachsenen

  • Wenn ein Erwachsener ein Kind um Hilfe bittet, sollte das Kind diesen an einen anderen Erwachsenen verweisen. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es sich nicht in Gespräche verwickeln lassen muss, wenn es nicht will.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind, was es tun soll, wenn andere Erwachsenen es ansprechen und es sich bedroht fühlt – zum Beispiel andere Erwachsene um Hilfe bitten oder laut schreien.
  • Leiten Sie Ihr Kind an, dass es bei Gefahr in der Öffentlichkeit bleiben und sich nicht verstecken soll. Es sollte Plätze aufsuchen, wo sich andere Menschen befinden und wo es hell ist.
  • Schauen Sie sich Bezugspersonen, zu denen Ihr Kind alleine geht (z.B. Trainer, Musiklehrer, etc.) aufmerksam an. Fragen Sie nach, wenn Ihr Kind nicht mehr dort hingehen möchte. Bohren Sie nach, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Bieten Sie an, mit Ihrem Kind dorthin zu gehen.